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31.12.2017 – Silvesterlauf Weilbach

 

Guten Rutsch –

es ist Silvester und somit auch der letzte Lauf des Jahres. Seit 4 Jahren nehmen wir nun schon am Silvesterlauf in Weilbach teil. Eine sehr schöne familiäre Veranstaltung mit max. 333 Teilnehmern, obwohl dies, meine ich, nur einmal erreicht wurde.
Die Temperaturen waren mit 12 Grad alles andere als unangenehm zu dieser Jahreszeit und so ging ich sehr euphorisch an den Start. Ebenfalls aus dem Team dabei waren Doreen, Linda, Lars, Ronny und Michl über die 12,5k Distanz und unsere erste Nordic Walker(in) Gaby über 8,8 Kilometer.

Die Strecken führen durch den schönen Regionalpark Rhein-Main und sind alles andere als eben, dazu kommt bei Kilometer 11 noch ein schöner Anstieg zum „Haus des Dichters“. Doreen und Lars liefen erstmals überhaupt mehr als 10 Kilometer bei dieser Veranstaltung.

Der Start wurde traditionell mit einem Silvesterböller eingeläutet. Ich stand direkt in zweiter Startreihe und ging gleich hohes Tempo. Ich war eindeutig zu übermotiviert und lief die ersten beiden Kilometer in einem Schnitt von 4:05 min/km. Da wusste ich schon, es wird heute eine ganz harte Nuss am Ende und so sollte es auch kommen, dass ich stetig langsamer wurde und dem hohen Anfangstempo Tribut zollen musste. Nach 57:24 Minuten habe ich dann das selbstgesteckte Ziel um 2:30 Minuten knapp verpasst. Nichtsdestotrotz war es ein gelungener Saisonabschluss. Auch die anderen Finisher der LückenLäufer Rhein-Main kamen glücklich und erleichtert ins Ziel und können Stolz über ihre erbrachten Leistungen im Jahr 2017 sein.

Nach 01:31:27 Stunden kam auch unsere Nordic Walker(in) Gaby glücklich ins Ziel. Super mit über 60 Jahren nochmal mit Sport anzufangen und dann eine so anspruchsvolle Strecke zu absolvieren. Mal schauen was uns hier noch in 2018 erwartet …

Nach einem Piccolo in der Hand ging es dann nach Hause, um sich für den Silvesterabend vorzubereiten.

Marc B.

 

05.11.2017 – HugenottenDuathlon Neu-Isenburg

Total erschöpft aber glücklich -


 … war ich nach dem ersten Duathlon, an dem ich teilgenommen habe.
Wir, das sind Marc, Dirk, Daniel, Michael, Ronny und ich, trafen uns morgens 8:00 Uhr bei Pajunks, um unsere Maschinen in das vom Autohaus Günther & Schmidt in Flörsheim zur Verfügung gestellte  Teammobil zu laden. Es regnete kräftig und die Temperatur lag bei 8-10 Grad. Also es herrschten die allerbesten Bedingungen, um seinen ersten Duathlon zu bestreiten… Wir waren pünktlich vor Ort, haben Lars begrüßt, der direkt zum Ort des Geschehens kam und nach dem Abholen der Startunterlagen haben wir unsere Räder eingecheckt – es schüttete wie aus Eimern…

Der Startschuss fiel pünktlich 10:00 Uhr. Ich hab die Jungs ziehen lassen, um mich von ihnen nicht zum zu schnellen Losrennen animieren zu lassen. Das ist natürlich durch die anderen Teilnehmer trotzdem passiert, was aber nicht zu schlimm war. Ich habe mich nach der Ehrenrunde durchs Stadion auf meinen 6er Schnitt eingependelt Die Strecke ging kreuz und quer durch den Neu Isenburger Wald und die Wege waren total aufgeweicht.

Die ersten 4,5 km liefen ganz gut. Allerdings die 20 km Radfahren auf diesen matschigen Wegen fühlten sich an wie Off-Road-Biken. Das war eine ganz andere Hausnummer, als das was ich als „Straßen-Biker“ bzw. „Auf-befestigten-Wegen-Biker“ so gewohnt bin. Der zweite Lauf über 4 km war hart. Meine Beine waren schwer wie Blei, meine Füße waren kalt und ich hatte das Gefühl, mit 5 kg Zusatzgewicht zu laufen, da die Schuhe und die Klamotten das ganze Wasser aufgesogen hatten... Ich kämpfte im Kopf harte Kämpfe mit mir: „gib auf – ist doch nicht schlimm“… „warum tust Du Dir das an mit Deinen 45 Jahren“… „Ich nehme nie wieder an einem Wettkampf teil“… und dann hörte ich die Stimme das Stadionsprechers, der meine Ankunft ankündigte,,, kurz darauf hörte ich, wie Stefi mir zurief… und dann war sie da, die ersehnte Ziellinie, die ich sogar noch innerhalb der von mir gesteckten Zielzeit von unter 2:00 Std. erreichte! Die Jungs waren mit Zeiten zwischen 1:29 Std. und 1:39 Std natürlich längst im Ziel. Leider musste Lars aufgrund einer Oberschenkelzerrung auf dem letzten Drittel aufgeben, worüber er verständlicherweise sehr, sehr unglücklich war.

Nachdem wir uns von den dicken Schlammschichten befreit hatten, gab es erstmal eine Stärkung bevor wir die Räder ebenfalls reinigten. Und dann auf der Rückfahrt im Auto sprachen wir natürlich über die nächsten anstehenden Wettkämpfe und es fiel eben dieser Satz von mir: „Ich bin total erschöpft, aber glücklich“, den Marc als Motto für den Bericht über diesen Wettkampf aufgriff.

Doreen W.

 

29.10.2017 – Mainova Marathon - Frankfurt

Die Kür im Oktober-

Viele Laufkilometer sind bis zu diesem Termin schon absolviert, ob allein, in der Gruppe, neuerdings gab es bei den Lückenläufern ja bereits unterschiedliche Trainingsgruppen die sich auf unterschiedliche Wettkämpfe vorbereiteten.

Der Frankfurt-Marathon, das Groß-Event quasi vor der Haustür unserer Sportgemeinschaft ist immer etwas Besonderes im Laufkalender. Dieses Jahr waren wir auch wieder im Einzelwettkampf Volldistanz und in der Staffel vertreten.

Die Sololäufer Michael und ich, hatten ebenso fleißig trainiert wie die Damen-Staffel für den Wettkampftag. Die Ziele waren nicht ganz so streng gesetzt, mir war es lediglich wichtig die Schallmauer von unter vier Stunden zu durchbrechen. Sehr herbstlich war es als wir aufbrachen zum Messeturm in unserer Metropole. Wie gewohnt viele, tausende Menschen in und um die Festhalle und das Messegelände, die alle noch Ihren Platz suchten in der Menge. Auch Teammitglieder die nicht starteten begleiteten uns an die Strecke um dabei zu sein.

Es dauerte schon seine Zeit bis alle die Beutel platziert hatten, bis klar war wo der Block ist und so weiter, am Ende hätte es dann doch schon etwas schneller los gehen können, wie bereits erwähnt kurze Hose und T-Shirt war nur noch zum Sport geeignet, aber später wieder absolut in Ordnung, da es statt dem angesagten Regen doch die Sonne entschieden hat sich durchzusetzen. Nun aber zum sportlichen: der Start in Frankfurt ist natürlich immer eine enge Angelegenheit, bis die Elite gestartet ist und die Sportler im mittleren Tempo loskommen vergehen etwa 10-15 Minuten. Dann aber los geht's, Beginn mit der Ehrenrunde durch das Bankenviertel und Frankfurter Innenstadt mit ganz viel Stimmung geht es nochmal an der Festhalle vorbei bis sich das Feld wieder durch die Innenstadt schlängelt bis zum nördlichen Mainufer, hier ist auch der erste Wechselpunkt der Staffel.

In der Volldistanz macht es hier am meisten Spaß, da die Stimmung gut, Beine locker, es scheint so als läuft alles wunderbar von der Hand (oder Fuß). Michael und ich liefen ein gutes Tempo mit dem eine Zielzeit locker und unter vier Stunden drin sein sollte. Die Pacemaker mit dem Luftballons waren an diesem Tag keine Hilfe so schien es, entweder fragte man sich wieso laufen die denn so schnell oder Mist, ich muss mal auf die Tube drücken. Der eigenen GPS-Uhr am Handgelenk schenkte ich doch mehr Vertrauen. Auch Sachsenhausen wurde gut passiert, zwischenzeitlich war auch unser Foto-Team zu KM 15 gefahren um zu grüßen. In dieser Phase zieht sich die Strecke etwas, hängt aber auch damit zusammen, dass das Stadtbild hier entweder eintönig ist oder am Waldrand liegt. Als kleine Partyhochburg entpuppte sich Goldstein, wo auch wieder Familienmitglieder und Freunde der Läufer zum Anfeuern Bereit standen. Weitere Kilometer wurden gefressen am Main entlang und schließlich wieder über die Brücke um in Richtung des westlichsten Teils der Strecke zu gelangen, nach Höchst. Gleich darauf folgend ist auch der letzte Wechselpunkt der Staffel in Nied. Für den letzten Staffelläufer eine dankbare Aufgabe, 14 Kilometer, viel davon geradeaus auf der Mainzer Landstraße aber auch hier mit guter Stimmung drum herum. Wenn man schon 28km auf dem Tacho hat ist die Begeisterung nicht mehr ganz so groß, aber ich finde es weniger schlimm, da ich genau wusste wie weit es dort geht. Trotz alle dem, die Verbrennung der Kalorien machte sich bemerkbar. Auch das Feld um uns herum plagt sich auf diesem Abschnitt sehr, einige Läufer legen Gehpausen ein oder versuchen sich weiter zu motivieren. Wenn die lange Gerade aber geschafft ist führt die Strecke noch mit ein paar Kurven durch die Innenstadt

Und dann in Richtung Festhalle. Etwas fies ist das man an dieser schon relativ schnell ankommt, aber feststellen muss das noch 4-5km zu laufen sind. Zeitlich wurde es für mich persönlich auch noch knapp, die Messlatte lag bei unter vier Stunden, es sah auch weitestgehend gut, nur wusste ich nicht genau mit welchem Abstand wir gestartet waren. Auf alle Fälle zehn Minuten plus waren es. Der rote Teppich war ausgerollte um die Läufer zu empfangen in einer stimmungsvollen Festhalle, ein tolle Ende für den Lauf in der "Heimat". Da blieb nur die Unsicherheit um die Nettozeit, es hätte auch fast noch schief gehen

Können, aber schlussendlich doch knapp unter vier Stunden, das Ziel war erreicht. Wieder einmal ein toller, erfolgreicher Wettkampftag mit den Lückenläufern Rhein-Main!

Daniel F.

17.09.2017 – Hugenottenlauf in Neu-Isenburg

Der erste Herbstlauf ...


Hui, war das kalt heute Morgen… der Sonntagmorgen begrüßte uns um 7:30 Uhr mit 8 Grad… Allerdings mag ich diese Temperaturen sehr viel mehr als alles was über 25 Grad liegt.


Wir, das ist Dominik und ich, trafen uns mit Klaudia und Daniel an der Schell-Tankstelle in Okriftel, um gemeinsam nach Neu-Isenburg zu fahren. Michael und Pascal stießen dann direkt vor Ort zu uns bzw. wir zu ihnen. Von Marc wussten wir bis dahin noch nicht, ob er kommen wird, da er noch an seiner Verletzung laborierte und die Teilnahme kurzfristig entscheiden wollte. Der Rest des Teams setzte aufgrund von Urlaub, Weiterbildung oder Überlastungsproblemen aus.  


Für mich sollte es ursprünglich mein erster 10er werden. Leider musste ich diesen Plan aufgrund einer Achillessehnenentzündung aufgeben, da ich im Sommer 5 Wochen nicht trainieren konnte. Also war mein Ziel, nochmal einen 5er zu laufen, und diesen dann in einer neuen PB, die unter 29 min liegen sollte. Klaudia sowie unsere Nachwuchslückenläufer Pascal und Dominik hatten sich ebenfalls für die 5km entschieden. Kurz vorm Startschuss, den Klaudia wegen Stau auf der Damentoilette fast verpasste, kam dann auch Marc, dem wir viele tolle Fotos verdanken.

Direkt nach uns gingen dann Michael und Daniel auf die HM Strecke. Die 10 km Teilnehmer Marc, Gerald, Raphael und Katarina starteten erst nach unserer Rückkehr. Ich mochte die 5km Strecke: sie führte auf gut befestigten Wegen durch den Wald. Der erste Teil war leicht ansteigend und der zweite Teil leicht abfallend – also war zuerst der anstrengendere Teil zu absolvieren, was mir sehr entgegen kam. Etwas verwirrend war die Beschilderung: nach ca. 1,5 km war ein Schild 3 km, welches mich verwirrt auf meine Uhr schauen ließ, um zu sehen, ob ich mich tatsächlich so verschätzt habe. Offenbar gehörte das Schild aber nicht zu 5 km Strecke und die Jungs erzählten mir im Ziel, dass auch sie verwirrt waren. Ansonsten lief es und auch ich super. Ein tolles Gefühl war der Einlauf ins Stadion – das war mein erstes Mal. Marc „lag“ schon im Zielbereich bereit, um Fotos zu machen.


Nachdem dann alle wieder gesund, munter und zufrieden mit den Leistungen im Ziel waren, haben wir noch mit einem isotonischen Getränk angestoßen und uns anschließend in den Sonntag verabschiedet.


Und ja, ich habe mein Ziel erreicht bzw. unterboten !!!!!
Doreen W.

 

20.08.2017 – City Triathlon Hanau


Im Sog der LückenLäufer...

Die ersten LückenLäufer hatten sich bereit rechtzeitig für den Volks Triathlon am 20.08.2017 in Hanau angemeldet, als ich mich entschied, die Herausforderung ebenfalls anzunehmen. Und so habe ich mich von den LückenLäufer mitreißen lassen.

Meine Schwimmqualitäten waren zwar besser als ein Seepferdchenabzeichen aber noch nicht ausreichend um einzuschätzen welche Zeitangabe bei der Anmeldung der Schwimmdistanz für mich in Frage kommen könnte. Also wählte ich die längste Zeitangabe (19min).

Und los ging es erstmal mit dem Schwimmtraining. Gemeinsam mit Michael und Marc konnten wir einige Trainingseinheiten absolvieren und schnell wurde aus Brustschwimmen das Kraulschwimmen. Mit einigen hilfreichen  Tips konnte ich mich dann auch schnell steigern und plötzlich machte noch zum Radfahrer und Laufen das Schwimmen Spaß... Linda und Lars waren in der Zwischenzeit ebenfalls mit dem Schwimmtraining sehr fleißig und wir feierten unsere Trainingserfolge via Strava gegenseitig.

Am 20.08.2017 um 07:00 Uhr ging es dann los.. Michaels Alhambra wurde schnell zum offiziellen LückenLäufer Teamfahrzeug umfunktioniert und wir machten uns nach Hanau auf, wo Linda und Lars schon auf uns warteten. Bei schönsten Wetter ging das Team LückenLäufer beim Triathlon in Hanau an den Start. Für Michael, Linda und mich war es der erste Volkstriathlon. Marc und Lars hatten bereits die erste Triathlon Erfahrung hinter sich und zwei Wochen zuvor den City Triathlon Frankfurt gemeistert. Bei der Ankunft ging es dann Schlag auf Schlag, Räder vom Fahrzeug runter, Startunterlagen abholen, Rad Check-in, Umziehen und ab zur Besprechung....

Aufgrund der Zeitangaben bei der Anmeldung sind als erstes um 09:00 Uhr Lars, Linda und ich gestartet. Durch die schnellere Zeitangabe für die Schwimmdistanz sind dann etwas zeitversetzt um 09:30 Uhr Marc und um 10:00 Uhr Michael gestartet... Die tatkräftige Unterstützung durch unsere Fanbase (Family, Kids and Friends) am Beckentand gab uns den zusätzlichen Schwung.

Beim Schwimmen kam ich schnell in einen guten Rhythmus und konnte zügig andere Mitstreiter abhängen. Als Erster stieg Lars, dicht von mir und Linda gefolgt, aus dem Becken um in Richtung Wechselzone Rad zu laufen... ein cooles Gefühl die erste Distanz geschafft zu haben. Bei der 20 km Raddistanz legten Lars und ich ein schnelles Tempo vor, überholten uns gegenseitig immer wieder. Ein wirklich cooles Battle zwischen uns mit viel Spaß und gegenseitiger Motivation. Da die Radstrecke auf 2x10 km eingeteilt war, konnten wir auch Linda auf der Radstrecke sehen und ebenfalls anfeuern. Selbst Marc konnten wir noch auf dem Rad bei seiner ersten Runde sehen, der mit seiner Black Lady schnell unterwegs war. Beim Wechselpunkt vom Rad zum Laufen waren Lars und ich wieder gleich auf. Beim Schuhwechsel hatte Lars allerdings etwas Zeit gut gemacht und konnte als Erster in die Laufstrecke starten. Diese war mit 5km jeweils auf 5x1 geteilt und war entsprechend überschaubar. Bei km 1  hatte ich Lars wieder in Sichtweite und konnte ihn kurz darauf einholen ( ein tolles Gefühl)... nach 1:24,04 Stunden konnte ich als Erster LückenLäufer aus unserem Startblock bei der Volks Distanz in Hanau (550m schwimmen, 20 km Rad und 5 km laufen) ins Ziel einlaufen, kurz gefolgt von Lars und auch Linda konnte voller Begeisterung und Erleichterung etwas später ins Ziel einlaufen.

Im Ziel erwartete uns wieder lautstark unsere Fanbase und wir konnten dann gemeinsam den Zieleinlauf von Marc, der übrigens barfuß ins Ziel gelaufen kam, bejubeln. Da Michael im letzten Block beim schwimmen gestartet ist, kam er zwar als letzter ins Ziel gelaufen, allerdings mit der besten LückenLäufer Zeit 1:15,45 Stunden!!

Es war ein tolles Event, mit einer guten Vorbereitung, viel Spaß, Wettkampfgeist und vor allem ein Mega Teamspirit. Ich freue mich auf den nächsten Wettkampf aber vor allem auf den nächsten Triathlon mit den LückenLäufer...

Dirk P.

 

06.08.2017 – City Triathlon Frankfurt

Geburtstagsevent -

Ende März haben Marc und ich uns für den CTF in der Jedermann Distanz angemeldet. Marc versuchte mich noch zu überreden doch für die Sprint Distanz zu melden, aber ich hatte im Moment einen schmerzhaften Fersensporn und wäre glücklich, wenn ich bis August schmerzfrei bin. Mein Wunsch an dem Tag zu starten ist schon vorher gereift, da ich auch genau an diesem Tag meinen 47. Geburtstag feiern werde.

Die Organisation der Veranstaltung war sehr gut, aber extrem umfangreich. 4 unterschiedliche Distanzen, 2 Wechselzonen und ca. 3.000 Starter. Die Anmeldegebühr war dementsprechend hoch. Am Freitag holten wir die Startunterlagen ab und hatten anschließend im IHK Gebäude am Börsenplatz die Wettkampfbesprechung. Samstag am Spätnachmittag bis zum Abend konnten wir dann unsere Räder am Langener Waldsee einchecken, welches sich durch den großen Andrang inklusive Stau mehrere Stunden in die Länge zog…ja und Sonntag in der Früh dann der Start.

Wir verabredeten uns dann zu Sonntag 7 Uhr am Eingang. Das Wetter versprach einen Sonne Wolken Mix, die Lufttemperatur lag bei 14 Grad und Wasser bei 21 Grad. Als ich am Morgen erst 7:10 am Waldsee war, war Marc noch nicht da…oder etwa schon drin? Ich beschloss noch 10 min zu warten, aber kein Marc war sichtbar. Ohne Handy keine Chance. Mittlerweile kamen die ersten Athleten der Mitteldistanz in die Wechselzone und der Eingang wurde gesperrt. Somit überredete ich einen Ordner mich noch durch zu lassen in der Annahme Marc ist schon drin. Nachdem ich die 500 m Wechselzone durchschritten hatte, war Marc leider auch hier nicht anzutreffen. Die Zeit bis zum Start rannte davon. Wie sich später herausstellte stand Marc am Eingang als ich gerade rein bin…natürlich wartete er auch noch mal 10 min auf mich und ging dann endlich rein. In der Zwischenzeit hatte ich mich umgezogen und den Beutel in die vorgesehene Box geworfen. Dann kurz schon mal ins Wasser und ne Runde geschwommen. Als ich wieder am Ufer stand sah ich Marc, wie er vom Dixi-Klo kam. Wir hatten uns so richtig verpasst. Noch 5 min bis zum Start und Marc ist dann noch schnell baden gegangen, bevor wir zur Startaufstellung am Ufer gingen. Hier kam dann die nächste Herausforderung…wir sind von einem Rollingstart ausgegangen und standen entspannt hinten. Aber leider gab es einen Massenstart und vor uns standen gefühlt alle 250 Teilnehmer um sich in den See zu stürzen. Und so passierte es dann auch. Sportliches Schwimmen war fast unmöglich. Es war ein Hauen und Stechen über und auch unter Wasser. Nach 50 m brüllten wir uns an was dass für ne scheiß Idee war. Ich hatte mittlerweile die Schwimmbrille hoch gemacht und bin im Urlaubsmodus Brust geschwommen. Marc hatte es einfacher, da er eh seine Schwimmbrille vergessen hatte und bevorzugte die Rückenposition. Bis zur ersten Boje war es sehr eng und je näher die Boje kam umso enger wurde das Feld. Irgendwie ging mir das Bild vom Film Titanic durch den Kopf, weil alle so nah beieinander im Wasser ums Überleben kämpften. So schien es mir in dieser Situation zumindest. Nach der ersten Boje versuchten wir etwas weiter draußen zu schwimmen und hofften so auch einige Leute zu überholen, was dann auch gelang. An der zweiten Boje war es nicht mehr ganz so eng, danach habe ich mir die Schwimmbrille aufgesetzt und konnte einige Meter fast berührungslos kraulen. Marc war nach dem Ausstieg ganz dicht hinter mir und auf Platz 72 wobei ich auf Platz 64 erfasst wurde. Wir nahmen zusammen unsere Beutel mit in das völlig überfüllte Wechselzelt. Danach mussten wir noch 500 m bis zu den Rädern laufen.

Als ich auf das Rad stieg kam Marc gerade am Radständer an und wir feuerten uns gegenseitig an. Da die Radstrecke nur 12 km lang und flach war entschied ich mich volle Pulle zu fahren. Genau so tat es Marc auch. Gefühlt hatte ich 30 Leute überholt und Marc wohl an die 50 Leute. Nach ca. 4 km überholte mich Marc. Ich konnte sein Tempo zwar nicht mitgehen, aber es spornte mich an, so lange ich Marc sehen konnte, den Abstand nicht all zu groß werden zu lassen. Marc beendete das Radfahren als 10. und ich auf Platz 28.

Die zweite Wechselzone war auf dem Roßmarkt und dort wartete Linda mit Fotoapparat auf uns. Sie feuerte uns lautstark an und tat dies auch beim Verlassen der Wechselzone auf die Laufstrecke. Die Strecke ging von der Hauptwache über den Opernplatz, vor und hinter der Börse lang bis hin zur Konstapler, Tönnesgasse, die Zeil hoch und wieder runter und schließlich durch My Zeil um links wieder zur Hauptwache zu gelangen. Der Zieleinlauf war echt geil…mit rotem Teppich und Spalier der Cheerleder. Linda war ebenfalls vor Ort für Fotos und Beifall. Marc beendete das Laufen auf Rang 8 und ich auf Rang 73. In der Gesamtwertung der Männer von 109 Athleten belegte Marc einen hervorragenden 16. Platz in 1:06:03 h und den 3. Platz in der AK 40.  Ich belegte den 66. Platz in 1:14:08 h und den 7. Platz in der AK 45.

Dies war nach dem Königreich-Triathlon letztes Jahr in Flieden mein 2. Jedermann-Triathlon. Und ich musste wieder feststellen…danach fühlt man sich großartig. Alles in allem hat es trotz des Umfangs super Spaß gemacht, außer, dass uns die Radstrecke etwas kurz war. Marc äußerte sich kurze Zeit später, dass er im nächsten Jahr eventuell die Olympische Distanz ins Auge fast. Naja…ich habe eher die Sprintdistanz vor zu meistern. Aber vorher wartet noch in 2 Wochen der City-Triathlon-Hanau auf uns, bei dem die Lückenläufer mit 5 Männern und einer Frau gemeldet sind.

Am Nachmittag waren dann noch fast alle Lückenläufer bei mir zu einer kleinen Geburtstagsfeier. Mit  Kuchen, Würstchen, Steak, Bier, Äppler usw. hatten wir auf jeden Fall einen Grund zum anstoßen.

Lars R.

 

01.07.2017 – UltraTrailRun Wiesbaden

 

Mein erster Ultramarathon!

Alles begann 2016 nach dem Frankfurt Marathon. Ich hatte die angestrebte Bestzeit verpasst und fragte mich wie es beim Laufen weitergehen soll. Wo sind die nächsten Ziele? Ein Ultramarathon kam mir in den Sinn. Es sollten dann aber mindestens 50km sein. Die Laufauswahl ist dann doch eher gering und der Rodgauer Ultra ist zwar 50km lang, aber 10x eine 5km-Runde zu laufen war keine schöne Vorstellung. Die Idee wurde erstmal verworfen.

2017 feuerte Marc dann diese Idee wieder an. Er behauptete er laufe 2020 den Rennsteigultra mit mir, wenn ich bis dahin keinen Ultra gelaufen sei – Glück gehabt Marc!!!!

Da ich Daniel ja am Dämmermarathon in Mannheim begleiten wollte, bot sich ein Event ein paar Wochen später an und wie sollte es besser nicht gehen, fand am 1.7.17 in Wiesbaden der UltraTrail statt. Ich trainierte also einfach ein paar Wochen weiter und meldete mich an.

Der Tag kam immer näher und mein Respekt wuchs doch Tag für Tag. Gott sei Dank war die erste Hitzewelle, die die Vorbereitung störte vorbei. Dafür war Regen angesagt. Die Klamottenwahl beherrschte meine Gedanken. Am Samstag ging es dann um 7 Uhr los. Ich fuhr mit dem Auto auf die Platte in Wiesbaden und bereits das Auto fand die Steigung sehr steil. Die Startnummer wurde geholt und kurze Smalltalks gehalten. Unglaublich wieviele Leute regelmäßig Marathon oder Ultras laufen – und das in jedem Alter.

Der Startschuss erfolgte um 9 Uhr. Los ging es! Die ersten 7-8km ging es eher bergab. Nicht leicht zu laufen und es stellte sich heraus, dass Trailläufer gute Bergabläufer sind – ich leider nicht! Dies sollte sich auch im weiteren immer wieder zeigen. Es ging auf den Neroberg hoch. Hier gingen bereits die ersten Läufer und ich trabte an ihnen vorbei. Kurz darauf überholten sie mich wieder auf der Bergabpassage – ein Spiel welches mich den ganzen Lauf verfolgen sollte. Immer wieder wechselten die Passagen ab und langsam wurde mir klar, dass 1450 Höhenmeter die Aufgabe waren, die 50km die Nebenaufgabe.

Es ging immer weiter bis zum Kellerskopf. Hier folgte eine sehr langgezogene Steigung, mit sehr steilen Zwischenstücken. Ich beschloss mir das Gehen einiger Passagen von den Erfahrenen abzugucken und das Thema Tempo ad acta zu legen. Durchkommen und „Überleben“ war angesagt. Gehpausen bergauf von dort an eine gewisse Regelmäßigkeit. Gott sei Dank war die Versorgung alle 2,5km. Entweder es gab Kästen mit Getränken oder gute Versorgungspunkte. Kurze Pausen zum Essen und Trinken legte ich immer kurz ein.

Inzwischen hatte ich auch etwas mehr als die Hälfte geschafft. Es ging mir relativ gut. Wie lange würde diese Form halten? Leider gab es kaum ebene Stücke. Entweder bergauf oder bergab und dann zum Teil auch noch so steil, dass sie für mich kaum laufbar waren. Das machte sich auch in den Muskeln bemerkbar. Ich spürte meine Oberschenkel deutlich. Sie stachen, im Gegensatz zu meiner Achillessehne, die ich in der Vorbereitung als limitierenden Faktor angesehen hatte.

Der Lauf näherte sich einer wichtigen Entscheidung. Die Runde beenden und am Ende 42km laufen oder in den 8 km Extraloop gehen. Inzwischen hatte ich meine Laufpartnerin gefunden. Bergauf lief ich an ihr vorbei und bergab überholte sie mich. Bei der Versorgung vor dem Extraloop kamen wir ins Gespräch und da wir beide Ultra laufen wollten, bogen wir gemeinsam in die Extraschleife. Unterwegs fragte sich mich doch wirklich lächelnd, warum ich bergauf Gehpausen mache? Sie gestand dies ebenfalls zu tun.

Leider bedeutete die Extrarunde auch eine erneute Erklimmung des Kellerskopf. Gedanklich war ich am Höhepunkt. Es sollten aber noch einige Steigungen kommen. Inzwischen holte ich sogar noch ein paar Marathonis ein, die sich die Extrarunde sparten. Meine Partnerin und ich erschraken kurzzeitig wegen einiger irritierender KM-Angaben, aber bei km 45 waren wir auch wieder beruhigt. Ein kurzes Getränk und auf ging es einmal mehr bergauf. Meine Partnerin sollte ich auch erst wieder im Ziel sehen, da sie mit Krämpfen langsam machen musste.

Immer wieder spielte ich das Szenario 5km durch. Nur noch von Sindlingen nach Hause. Das schaffst du. Die letzte große Erhebung war überstanden. Dafür ging es erneut bergab. Meine Beine liefen stechend und unkontrolliert das Gefälle runter. Zwischenzeitlich fragte ich mich, ob ich überhaupt anhalten könne. Meine Beine taten fast was sie wollten.

Das Finale sollte kommen. Am Ende warteten 400m steil bergauf. Das Ziel, welches ich bereits vom 8km-Lauf „Auf die Platte, fertig, los...“ kannte. Damals wollte ich unbedingt dort hochlaufen. Diesmal plante ich definitiv gehen ein. Mein KM-Durchschnitt lag inzwischen kurz unter der 7:00min./km und von daher marschierte ich flotten Schrittes hoch. Ein paar hundert Meter noch Joggen und ich war im Ziel!!!   5:48:20 h war ich unterwegs, aber das Ziel Ultra war erreicht.

Der Gänsehautmoment war da und der Muskelkater sollte mich auch Tage danach noch an diesen Tag erinnern.

Ich kann dazu nur zitieren: „Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt!“

Wiesbaden, ich komme evtl. mal wieder??????

Michel

P.S.: Platz 23 von 48 Finishern machte mich am Abend doch sehr stolz. Es war ja mein Debut!