31.12.2019 - Silvesterlauf Weilbach

 

Das Beste kommt zum Schluss …

Am Ende des Jahres sollte es nochmal ein Kracher sein. Also der 31/12/19 in Weilbach war angepeilt. Mein Vorsatz für nächstes Jahr ist weniger zu Jammern und zu Meckern, aber dazu nachher mehr. Heute musste ich die Gelegenheit ergreifen um das letzte Mal im Jahr mich ausgiebig zu beschweren. Eine weitere Ambition zum Lauf heute war, dass ich gehört habe, dass nach dem Lauf bei Abgabe der Startnummer im Gegenzug eine kleine Flasche Sekt verteilt wird. (Anmerkung für mich, vielleicht sollte ich über das Jahr alle meine Startnummern sammeln und sie dann geballt an Sylvester abgeben…. Das peile ich an, nachdem ich wenn ich den Piccolo getestet habe 😉.)

Also gut, der Weilbachlauf ist ja sozusagen ein Heimspiel. Bekanntes Terrain und wenn man die Nase voll hat, dann kann man auch ganz schnell heimgehen. Mein Vorschlag mit dem Fahrrad nach Weilbach zu fahren wurde von meiner Mitfahrgelegenheit abgelehnt, mit dem Auto ist ja auch viel bequemer und wärmer. Um 09.45 Uhr wurde das Auto gekratzt und es ging los.

Gefühlt der letzte Parkplatz in Weilbach im Wohngebiet wurde gefunden und rein in die Turnhalle. So ein bisschen Puma Geruch war schon anwesend bei den ganzen Menschen. Vorangemeldet über die Webseite hatten sich 314 Läufer/innen, eigentlich wären nur 333 Laufplätze zu vergeben gewesen. Aber in der Zeitung hat der Veranstalter auch geschrieben, dass er niemanden nach Hause schickt. Wie viele Läufer es am Ende waren kann ich jetzt garnicht sagen, aber es waren so viele, dass der ursprüngliche Startzeitpunkt wegen so viel Bürokratie um gute 15 Minuten nach hinten geschoben wurde. Von uns Lückenläufer waren 15 Leute am Start (WOW). Mit mehr oder weniger Ambitionen aber viel Lust auf Laufen.

Endlich um 10:48 Uhr kam der Startschuss. Die Uhr an und los. Schon eine Woche vorher hatte ich mit Linda ausgemacht „wir laufen aber gaaaaaaaaaaaaaaanz langsam“. Sie weil sie eigentlich nicht laufen sollte und Ihre Hüfte schonen soll und ich weil ich einfach total unfit bin und schon lange nimmer konstant gelaufen bin. Nach dem Startschuss sind unsere Cracks losgespurtet, als ob es kein Morgen mehr gäbe. Nun ja, wer schnell läuft, der ist auch schneller fertig, auch eine Option.

Bei so Veranstaltungen bekommen ja immer die Schnellsten und die Langsamsten am meisten Applaus, die Schnellsten, weil sie einfach die Besten sind und die Langsamsten, weil da irgendwie alle schon im Ziel sind. Das haben wir uns zu Herzen genommen und sind unsere Strecke abgezockelt. Schön langsam die Schlusslichtlaterne getragen. Ich glaube nicht weit hinter uns kam der Lumpensammler. Die Besucher am Wegesrand haben ganz alleine für uns geklatscht und wir haben es durchgezogen. Spaß hat es ja auch gemacht, also wenn ich dann mit dem Laufen fertig bin, dann bin ich schon auch ganz froh, dass ich dabei war. Am Ende ist Linda auch zum Großen Teil von meinem Gejammere verschont geblieben, da ich meine Puste für die 12,5km zum Laufen brauchte. Soweit laufen geht ja auch nicht einfach mal so zumindest für mich nicht. Abschließend kann ich sagen, es war eine schöne Veranstaltung. Hier wurde noch einmal gezeigt was in jedem steckt. Einen Jahresabschluss mit so vielen netten Menschen, ich denke ich bin nächstes Jahr wieder dabei und freu mich auch drauf. Hoffentlich ein bisschen trainierter.

Ach so, um den Druck auf mich ein bisschen zu erhöhen und auf meinen Satz von oben zurückzukommen:  ich hab mir für das nächste Jahr vorgenommen nicht mehr zu viel zu Jammern und Meckern beim Laufen. Bitte erinnert mich dran, wenn es zu viel wird.

Ich wünsche Euch alles Gute fürs neue Jahr, erreichbare Ziele und keine Verletzungen, dann kommt der Erfolg von alleine.

Bettina  

19.01.20 - Marathonstaffel Mörfelden

 

4 x 10,55km –

bedeutet in Summe einen Marathon! Zum 4mal in Folge sind wir nun im Januar in Mörfelden am Start.  Und das Schöne ist, wir starten bisher jedes Jahr mit mehr Teams. Waren es in 2017 noch ein Team, wurden es 2018 gleich drei Teams und im letzten Jahr sogar gleich fünf! In diesem Jahr haben wir sogar noch einen drauf gesetzt und am Veranstaltungstag ein Team nachgemeldet, so dass wir in diesmal mit sechs Teams gestartet sind – Wahnsinn!

An unserem letztjährigen Weihnachtsessen haben wir wieder die Gruppen ausgelost. Die Reihenfolge der Staffel hat jedes Team, je nach Renntaktik, vorab selbst bestimmt.

Jetzt aber zum Rennen. Die Rahmenbedingungen waren mal wieder bestens. Das Wetter spielte glücklicherweise mit und die Organisation war sowie wie jedes Mal top.

Um Punkt 9 Uhr wurden die ersten Staffelläufer auf die Strecke geschickt. Unsere sechs Teams waren bis auf eine Ausnahme sehr ausgeglichen. Das Schöne daran war, dass es kleine interne Battles auf der Strecke gab. Unser stärkstes Team lief in der internen Wertung außer Konkurrenz. In Summe war Team 5 einfach zu gut besetzt und beendete das Rennen in starken 3:07:16 Stunden und belegte insgesamt Platz 21 von 117 Staffeln! Am Ende kamen alle sechs Staffeln spätestens nach 4 Stunden ins Ziel und alle waren mit ihren Leistungen sehr zufrieden. Abgesehen von Janek, der mit Achillesfersenproblemen seinen Lauf beendete, kamen alle gesund und verletzungsfrei ins Ziel.

Die Zeiten und Platzierungen sind für uns nur zweitrangig. Spaß und Teamgeist steht bei uns, wie immer im Vordergrund. Zum Abschluss eines tollen Sonntagvormittags konnten einige noch nicht genug von Sport bekommen und ließen sich auch in diesem Jahr auf der Tartanbahn noch zu einer spontanen internen Gruppenplank hinreißen.

Unser neues Teammitglied Thomas hat sich an diesem Tag besonders ins Zeug gelegt. Nicht nur dass er einen kurzfristigen Ausfall mit einem Halbmarathon erledigte, sondern er hat für das ganze Team als Einstand zwei sehr leckere Kuchenbleche selbst gebacken. Das hat bisher noch niemand geschafft – vielen Dank, Thomas.

Sicherlich werden wir im nächsten Jahr wieder dabei sein und sind gespannt mit wie vielen Staffeln wir dann starten werden.

Marc

 

04.01.20 - PolarNight Marathon Tromsö

 

Einen Halbmarathon nördlich des Polarkreises, bei Dunkelheit, auf Schnee und in Winterskälte laufen? Noch vor gar nicht langer Zeit undenkbar, bin ich jetzt mitten drin im Norwegen-Abenteuer. Ein großes Dankeschön an Reiseorganisator Jürgen für diesen ziemlich coolen Vorschlag.

Nach erfolgter Anreise und Erkundung der gemütlichen Universitätsstadt hat es pünktlich zum Race Day über Nacht geschneit und alle Straßen sind mit einer dicken Schneedecke versehen. Das hat schon etwas ganz Besonderes! Nach dem Frühstück heißt es aber erstmal Startunterlagen abholen. Die Läufermesse entpuppt sich als EIN Stand mit Merchandising-Artikeln. Und trotzdem komme ich an einem T-Shirt nicht vorbei 😊. Anschließend testen wir noch Spikes auf dem Schnee, aber entscheiden uns letztlich dagegen. Ich vertraue meinen Trailschuhen...

Als der Start endlich näherkommt und es ab 14 Uhr wieder dunkle Nacht ist, bin ich ganz schön aufgeregt 😆. Um 15 Uhr fällt dann der Startschuss. Juchuh, es geht los! Jürgen ist natürlich fix weg und ich versuche meinen Rhythmus im Getümmel zu finden. Die ganze Strecke in Dunkelheit, es geht über die geschlossene Schneedecke, links und rechts leuchten für die etwa 2.000 Teilnehmer über weite Strecken große Teelichter im Schnee am Wegesrand. Auf den ersten 3km entgegen meinen Erwartungen ganz schön hügelig, ich fühle mich nicht nach einem guten Lauftag. Warum nochmal das Ganze? Von km 8 bis 13 bin ich dann aber im Flow, ich mag den Fjord, an dem wir entlanglaufen, das Knirschen des Schnees. Der Himmel klart auf, der Mond und Sterne sind zu sehen. Wunderschön 😊. Ab km 15 bin ich zusehends angestrengt, wann kommt endlich die angekündigte Verpflegungsstation? Warum muss ich schon wieder bergauf??? Und meine Hände sind in den Laufhandschuhen zu warm, aber ohne friere ich!!! Dann bei km 18 die für mich schon obligatorische Laufkrise, ich mag nicht mehr und sowieso zukünftig keinen einzigen Halbmarathon mehr laufen 😂. Ab km 19 bin ich mir wieder sicher, es doch irgendwie ins Ziel zu schaffen und den letzten km freu ich mich, dass ich durchgehalten habe 😁. Yeahh, geschafft! Nicht ganz in der insgeheim erhofften persönlichen Bestzeit (ich ahne so langsam, was unter ambitionierten Freizeitläufern zu verstehen ist 😂), aber nur 2 Minuten über den angepeilten zwei Stunden, bin sehr zufrieden 😊. Jürgen ist wie erwartet bereits im Ziel und wir bekommen als Belohnung wunderschöne Medaillen mit Polarlichter-Verzierung. Das war spitze!!!

Abends gibt es noch ein Läuferbuffet in einem Nachbarhotel. Richtig lecker. Und die Polarlichterwahrscheinlichkeit steigt auf sagenhafte 33%🤔😂. Und tatsächlich, mit bloßem Auge nur zu erahnen, aber mit Handy gut zu sehen, zeigt sich am Himmel ein Hauch von grünem Polarlicht 😍. Schöner Abschluss eines besonderen Lauftages 😊!!!

Nina

29.02.20 - Auf die Platte fertig, los...

 

Experiment Berglauf

Am Samstag, den 29.02.20 fand einmal mehr der Berglauf auf die Platte in Wiesbaden statt. Trotz

Schalttag nahmen auch 6 Lückenläufer teil. Pascal und ich hatten für die X-treme-Variante über 25km

gemeldet – Raffi musste leider krankheitsbedingt absagen – und Andi, Jürgen, Sven und Moh wollten die Sprintstrecke über 8,1 km bewältigen. Nachdem Marc und mein erster Versuch die Langdistanz zu

meistern wegen Eis und einer kurzfristigen Absage vor ein paar Jahren scheiterte, sollte es diesmal

klappen. Gesagt, getan, ging es für die lange Strecke um 13:15 Uhr in den Neroparkanlagen los. Kein großes Einlaufen und schon ging es direkt auf den Neroberg hoch. Pascal schnaufte hinter mir und faselte etwas von Bergziege, aber kaum oben angekommen, gab er Gas und legte knapp 100m zwischen uns. Nach einer kurzen Bergabpassage ging es mehrere Kilometer immer mal weniger, mal mehr bergauf. Immer in Blickweite sah ich ihn vor mir. Zum Finale der ersten Bergqual wartete die Rodelbahn – 400m mit einer Höhendifferenz von 100m!!!! Irgendwann bin ich das mal komplett gejoggt. Diesmal ließ der Matsch dies nicht zu. „Speedwandern“ war angesagt, auch wenn man öfter wegrutschte. Die Durchschnittszeit, die nach 7,5 km aufwärts noch bei 5:45 min/km lag ging schnell auf 6:30min/km zurück. Beim Durchlauf an der Platte mit Getränkeversorgung sah ich Pascal das letzte Mal.

Erkenntnis 1: Bergabläufer werden nie meine Freunde!!! Irgendwie überholten mich ständig Leute.

Eine sehr lange Bergabstrecke wartete auf uns. Inzwischen sollten auch die anderen 4 starten, die wir aber leider nicht trafen. Wahrscheinlich ward ihr nur zu langsam, die Elite des 8,1 km Lauf kam uns nämlich entgegen. Nach ein paar Kilometern fragte ich mich, ob das bergabrennen irgendwann aufhört, nur sehr langsam vergingen die KM. Endlich waren wir wieder im Tal angekommen. Das Feld war inzwischen sehr weit auseinander! Eine kleine Extrarunde mit manueller Notation der Startnummer leitete diese ein und bei KM 17 warteten die Getränke. Cola, Tee, Wasser wurden uns verbal angeboten und sowohl Pascal als auch ich meinten nur: „Genau in dieser Reihenfolge!“

Gott sei Dank ging es wieder bergauf! Die Knie schmerzten inzwischen. Dann lieber wieder schnaufen. Es ging erneut die knapp 5km Dauersteigung hoch. Langsam holte ich wieder ein paar Mitstreiter ein. Berglauf sollte einfach nur hochgehen. Plötzlich kam uns Jürgen beim Auslaufen entgegen. Leider hatte er keine Spikes für mich dabei, denn die Rodelbahn war beim zweiten Durchlauf natürlich von den vielen Läufern völlig durchweicht. Also ein zweites Mal gehen!!! Dann begann es plötzlich aus vollen Eimern zu schütten. Egal, das Ziel ist nah.

Erkenntnis 2: Wer beim Berglauf geht, wir von Gott direkt mit Starkregen bestraft!!! Endlich oben angekommen sah ich die 2:34h auf der Uhr stehen. Pascal war ca. 6-7 Minuten schneller - hat er bestimmt bergab gut gemacht. Wir warteten im Regen auf den Bus, nachdem wir die obligatorische Tafel Schokolade erhalten hatten. Mit dem Bus ins Tal und schnell trockene Klamotten an. Dann begann die Erholung. Leider haben wir die anderen 4 nicht mehr angetroffen. Ich habe aber gehört, dass es allen Spaß gemacht hat, oder? Auf jeden Fall habt ihr klasse Leistungen vollbracht!

Ich würde sagen: Ich komme gerne wieder. 25Km muss aber nicht unbedingt sein, außer ich darf Marc oder Andi begleiten. ;-)

Michel